Kommentare

Hier können Sie  Ihre Kommentare zur Frage des Abrisses des Plenarsaales hinterlassen. Diese werden aus rechtlichen Gründen durch uns regelmäßig freigegeben.

51 Kommentare zu „Kommentare“

  1. juergenj sagt:

    Hallo, ich mache mal den Anfang!

    Für mich ist das Schlimmste, dass die Politiker so schamlos sind, ohne Bedenken ihr eigenes Denkmalsschutzgesetz zu übergehen. Das sind Herrschaftsallüren, wie man sie nur bei absoluten Monachen hatte, z.B. König Ernst August, dessen Widersachern – den Göttinger Sieben – der Platz nun weggenommen werden soll.

    Jürgen Junghänel Hinrich-Wilhelm-Kopf-Platz 4 30159 Hannover
    junghaenel-hannover(at)gmx.de

  2. Dr.Susanne Junghänel sagt:

    Hallo! Es ist ungemein wichtig,das Thema weiterhin präsent zu halten!Das geht nur mittels öffentlichkeitswirksamer Aktionen wie Demonstrationen, Unterschriftensammlungen,Leserbriefen,Eingaben von Abrisswünschen von Besitzern denkmalgeschützter Gebäude beim Denkmalamt ( =Überflutung des Amtes mit solchen Anträgen),Beschwerdebriefen an MdL über Missstände in ihrem Wahlkreis usw.
    Die Zeit arbeitet -leider -für den Abriss,wenn wir nicht schnell aktiv werden!
    S.Junghänel

  3. Claus J. Schmidt sagt:

    Abriss des Plenarsaales – – – sind es nur zerebrale Blähungen, unter denen Politiker kronisch leiden? Insbesondere die Abrissbefürworter! Oder ist es wieder mal die allgegenwärtige Bürokraten-Diktatur, die sich in ihrer Selbstgefälligkeit suhlt?
    C.J.Schmidt | Hannover

  4. Kai Orak sagt:

    45 Millionen soll der Abriss kosten. Da aber solche Vorgaben nie stimmen, kann man am Ende mit ca. 100 Millionen rechnen. Die im Landtag vertretene Parteien haben die eigenen Abgeordneten vom Fraktionszwang bei der Abstimmung über den Landtagsabriss befreit. Das passierte nicht ohne Grund, jetzt können diese Parteien behaupten, dass die gegen den Abriss sind. Was für eine Heuchelei? Ich werde jetzt die Piraten wählen, denn die anderen haben es nicht verdient gewählt zu werden.

  5. Claus-Ulrich Fischer sagt:

    Herzlichen Glückwunsch zu dieser Aktion! Beim “ersten roten Punkt” war ich 16 Jahre alt. Ich war überwältigt, dass die Aktion von allen Bevölkerungsschichten und politischen Richtungen so getragen wurde.

    Das Blindengeld war Frau von der Leyen zu teuer. Der halbe EU-Apfel für Schulkinder ist Herrn Wulff zu teuer. Laßt uns den Selbstbedienungsladen “schamlose Volksvertreter” stoppen. Wenn wir ein Volk sind, so haben wir gelernt, dann fallen Grenzen – sicher auch Grenzen der Schamlosigkeit und Selbstbedienungsmentalität. Wann und wo findet eigentlich die friedliche Demo statt?

  6. Horst Schuberth sagt:

    Volksvertreter, die Rechtsbeugung betreiben, die gegen die Mehrheit des Volkes entscheiden, Steuergelder verschwenden, verwirken ihre Legitimation und sollten möglichst umgehend zurücktreten.

  7. Gerhard Vogelsang sagt:

    Das Abreißen des Oesterlen-Baus gehört gestoppt! Wenn die Kassen leer sind und das Parlament verkleinert werden soll, dann kann und darf man nicht auf Pump einen Luxusbau planen. Da wollen sich die Politiker auf Kosten des Volkes ein Denkmal setzen. Dabei noch eines abzureißen und das Gesetz mit Füßen zu treten, das schlägt dem Fass den Boden aus. Schluss damit.
    Das unter Denkmalschutz stehende Gebäude sollten die Damen und Herren Volksvertreter sanieren und das in einem vertretbaren Rahmen – der Kassenlage angepasst.
    Gerhard Vogelsang, Wedemark

  8. Tomitzek sagt:

    Was die Politiker mit und Bürgern machen, ist eine bodenlose Unverschämtheit! Geld für das Instandhalten der Schulen oder bildungsnahen Einrichtungen ist nicht vorhanden, aber ein neuer Landtag muß her! Die ersten Entwürfe aus dem Jahre 2002 waren zu teuer und
    nicht realisierbar – weil kein Geld da – heute wo die wirtschaftliche Situation viel angespannter ist, sind Euro 45 Millionen nicht der Rede wert.
    Die Abgeordneten müßten mit ihrem Vermögen haften, zumindest für die Millionen die der Bau sowieso teurer wird als angenommen.
    Der Denkmalschutz kann eingemottet werden, denn wenn der Landtag abgerissen werden kann, könnten die Bürger das gleiche mit ihrem denkmalgeschützen Eigentum tun.
    Ursula + Claus-Dieter Tomitzek

  9. Gisela + Peter Völcker sagt:

    Wir finden es empörend, da entscheiden Politiker aus ganz Niedersachsen über den Abriss des Plenarsaales. Diese Entscheidung dürften nur Hannoverraner und aus dem Umland treffen.

    Wir möchten mal sehen, was die Politiker aus anderen Städten sagen würden, wenn hiesige Politiker über deren Städtbild entscheiden würden. Der Landtag soll ohnehin verkleinert werden, wozu also ein Neubau?

    Außerdem bei leeren Kassen kann man den Bürgern einen Neubau nicht zumuten. Hinzu kommt der Denkmalschutz der weiterhin Bestand für das jetzige Gebäude haben muss.

    • Dr.Dieter Meischner sagt:

      Gisela + Peter Völcker haben ganz recht: Der Nds.Landtag tagt im Leineschloss im Bezirk Mitte. Wie kann da jeder Hergelaufene aus Bothfeld, Davenstedt oder gar Wülferode mit entscheiden, was in Mitte abgerissen oder aufgebaut wird. Bevor man solche Anmassungen diskutiert, sollte man zuerst bedenken, was Mitte sich gegenüber dem Umland anmasst. Das fängt schon mit
      dem Wappen an. Der Braunschweiger Löwe blickt nach Westen! Was würde es denn kosten, den Löwen umzudrehen? So herum wird ein Schuh draus.

  10. Ingrid Bartels sagt:

    Ich finde es unerhört wie die Politiker mit uns mündigen Bürgern umgehen. Sind sie nicht unsere Vertreter? Aber mir scheint das sie den Blick für uns Bürger völlig verloren haben. Wir Bürger sollten den Spruch unserer östlichen Heimat aufnehmen “Wir sind das Volk” und das sollten sich unsere Politiker gut merken.
    Auch ich werde Unterschriften für eine Petition sammeln.

    Ingrid Bartels

  11. Manfred Wuttig Hannover sagt:

    Sehr geehrte Damen und Herren,
    hiermit bitte ich alle Entscheidungsträger den Landtag nicht abzureißen.
    Dieses denkmalgeschützte Gebäude muß Hannover erhalten bleiben.
    Mit freundlichen Grüßen
    Manfred Wuttig in Hannover

  12. Ingrid Uhte sagt:

    Ich bedanke mich dafür, dass dieser Protest zustande kommen konnte.
    Es ist unverschämt,
    in Zeiten angegeblich leerer Kassen,
    Gebäude komplett nierdereißen zu wollen, die noch dazu unter Denkmalschutz stehen.
    Der Bürger hat solche Auflagen zu beachten, die Politiker bitte schön auch.
    Es gibt genügend andere Stellen, an denen das Geld dringend nötig wäre.
    Denn für so etwas ist offenbar Geld da,
    für Dinge, von denen die Bürger jedoch etwas haben, nicht.

    Warum werden eigentlich solche Gebäude nicht, “renoviert”, wenn es nötig ist, jeder Mieter ist dazu verpflichtet, dann würde nicht so eine große Aktion anfallen.
    Dann wäre unser Landtagsgebäude gepflegt und nicht marode.

    Ich hoffe, der Protest hat Erfolg, obwohl ich nicht mehr in Hannover wohne,
    gehöre ich auch zu denen, die es unmöglich finden, was dort geschieht.
    Ich habe immerhin fast vier Jahrzehnte dort gewohnt.
    Ingrid Uhte

  13. herr beckmann sagt:

    Welch ein Widersinn: in Herrenhausen wird ein schloss nachgebaut und der Landtag soll abgerissen werden. Eigentlich ist schon alles gesagt, schimpf und schande über die ignoranten politiker ausgeschüttet, die, ungerührt mannigfaltiger proteste, an ihrer entscheidung stur festhalten. aber dies erleben wir doch bei politikern immer wieder: ein zuhören, reflektieren oder gar umdenken, geht nicht. Einmal auf eine richtung festgelegt, dann aber durch, koste es was es wolle.
    Aber was ist hier richtig, was falsch? wo wärn wir, wenn nicht hin und wieder altes durch neues ersetzt oder ergänzt würde? vieles von dem, was die menschen seit jahrhunderten baulich geschaffen haben, ist auf den fundamenten und mit dem material eines vorgängers entstanden. so ist die zerstörung des alten immer die Grundlage des neuen, in immer wiederkehrenden zyklen. wir reisen nach italien und sonstwohin, um genau sowas zu bestaunen. was wäre eine stadt wie rom oder istanbul oder sevilla oder oder…, wenn dort über die jahrhunderte nicht zerstört, weiter gebaut, ergänzt oder modernisiert worden wäre?
    gut, rom ist nicht hannover und der vatikan ist nicht der niedersächsische landtag. Gelitten hat diese stadt aber schon genug, sie ist arm geworden an historie, gebauter besonders, dazu die gesichtslosigkeit vieler neubauten. dieser erlebbare verlust an geschichtlicher substanz ist letztlich auch das ergebnis politischer fehlentscheidungen.
    Klar ist es verlockend, in einem modernen, mit anderen landtagen vergleichbaren gebäude zu wirken, in kühler sachlichlichkeit und bürgernaher transparenz. mir fehlt es ganz einfach an der nachvollziehbaren, sachlichen begründung für die erforderlichkeit eines neubaus. Kann doch nicht die beinfreiheit sein oder ein paar nebenräume. Dass dadurch die politik besser würde, mag man nicht wirklich glauben. bleibt also rennomiergehabe, prunksucht, maßlosigkeit , ignoranz – genau wie weiland bei unserm lieben Ernst-August und seinesgleichen. Schulden, regelverstöße, bürgerunwillen werden als kollateralschäden bewusst in Kauf genommen.

    Bei derartigen schlüsselentscheidungen ist eine besonderes Verantwortlichkeit und fingerspitzengefühl der politik gefragt. hier, wo denn sonst muss der Grundsatz gelten: “weniger ist mehr” ! Auch wenn der ganz große wurf dadurch nicht gelingt und die angst besteht dass ungeliebte miefigkeit und enge des jetzigen landtaggebäudes bestehen bleibt. Einige Entwürfe haben gezeigt, dass auch im Alten eine Chance liegt, modernes auch dort entstehen kann und nicht unbedingt abgerissen werden muss.
    Dass Architektur eine Darstellung von Macht ist zeigen die hannoverschen Beispiele gerade recht deutlich, altes weg – neues her. vielleicht wird ja eines fernen tages auch der oesterlin-landtag wieder aufgebaut…

    Herr Beckmann

  14. Dorothea sagt:

    Ich als alte Dame bin stinksauer.
    Jugendförderung wird reduziert. Die Straßen sind kaputt.
    in Schulen fallen die maroden Fenster raus.
    Aber ein intakter Landtag soll für 30 Sitzungstage im Jahr abgerissen werden.
    Die Abgeordneten können sich dafür (30mal) einen Raum mieten. Alle Abgeordneten sind sowieso nicht oder selten anwesend.
    Macht doch mal eine Volksbefragung!!
    Warum wird der Bürger immer für doof verkauft.

    • Heiko sagt:

      Die Herren “Volksvertreter” wissen ganz genau warum Sie sich seit Jahren mit Händen und Füßen gegen die Einführung von Volkbefragungen wehren ;-))

  15. Ernst Rohner sagt:

    Der Erfolg der Abrißwütigen könnte leicht ein Pyrrhussieg werden. Hat doch vor zwanzig Jahren ein Volk sogar eine Diktatur vom Tisch der Geschichte gefegt, nur weil die Vertreter dieser Diktatur den Willen des Vólkes mißachtet hatten. Damals haben sie nicht einmal bis zur Wahl gewartet.
    Mir reicht schon der Aquarienstapel am Ägi. Jetzt noch so ein Glaskasten am Leineufer ist keine Bereicherung des Stadtzentrums.

    Ernst Rohner

  16. Antje Rohlfs sagt:

    Ich bin immer wieder erstaunt darüber, wie unbekümmert sich in der politischen Landschaft Katastrophen abspielen, die doch eigentlich niemand ernsthaft würdigt oder gar unterschreiben würde. Die Ohnmacht ist lähmend.
    Konkret: da wird ein Landtag einfach abgerissen (auch dies kostet ein Vermögen) und ein Neuer dahingesetzt (mal ganz abgesehen von seiner Optik).
    Gleichzeitig, in Anbetracht der dramatischen Verschuldung unserer Stadt, wird doch ironischerweise sogar eine “Sozialabgabe” angedacht. Welch perverse Ironie.
    Für die Bildung unserer Kinder und die überfällige Umstrukturierung des Bildungssystems fehlt es an Geld. Das schluckt schließlich (u.a.) der neue Landtag, der ja schliesslich unsere Stadt repräsentiert. – Welch böser Zynismus. Aber ein Dummvolk lässt sich schliesslich besser beherrschen.
    Ich empfinde das Alles als eine zum Himmel schreiende Sauerei – da wird Geld buchstäblich zum Fenster hinausgeworfen (es zieht ja schliesslich), das nicht vorhanden ist. Gewerbesteuereinnahmen sinken, bin ja mal gespannt, WER dieses Loch dann WIE versuchen soll, auszugleichen.
    Aber das wissen wir doch Alle.
    Warum kann man diesen offensichtlichen Irrsinn eigentlich nicht stoppen?
    Antje Rohlfs

  17. Bernd Lüders sagt:

    Mit vielen Taschenspielertricks haben sich unsere Landtagsabgeordneten den Weg für einen neuen Plenarsaal geebnet.Geld (nicht vorhanden) Wählermeinung (uninteressant). Hauptsache man hat genug Platz, damit diese Klientel gemütlich ihren Rausch ausschlafen kann. Man müsste an die Namen jener Abgeordneten kommen, die für einen Neubau plädiert haben.Diese Klientel würde nach der nächsten Landtags wahl sich nicht mehr in einer neuen Wohlfühloase räkeln. Die Abgeordneten spielen z.Zt. totes Mäuschen und warten ab, bis der Srurm der Entrüstung sich wieder gelegt hat.Leider ist der Wähler ziemlich vergesslich. Die große Hannoversche Tageszeitung hat sich bei der Veröffentlichung auch ziemlich bedeckt gehalten, denn denn es wurden mit Sicherheit wütendere Meinungen geäußert..Man müsste sagen dürfen” einmal Gauner, immer Gauner”. Bernd Lüders 05.04.10

  18. Rüdiger Freitag sagt:

    Wenn ein denkmalgeschütztes Haus saniert wird, muß man kleinste Vorgaben beachten. An dieser Stelle wird sich über den Denkmalschutz hinweg gesetzt. Was sind das für Vorbilder. Bei der nächsten Wahl sollte man die Antwort geben.

  19. mariluise thiele sagt:

    Gedanken zum beschlossenen, bis jetzt noch illegalem Landtagsabriss:

    Die Verschuldung wächst mit jedem Tag, heute frage ich , was folgen mag?
    Schulden ca. 5000,- je Einwohnerkopf, 100 Mio geschätzte Bau- mit Innenbaukosten des Neubaus, für 30 Arbeitstage im Jahr: Durch zur Zeit nicht finanzierbare und nicht genehmigte Ganztagsschulen werden Arbeitnehmerkinder in ihrem Bildungsanspruch existenziell benachteiligt. Wieviele Arbeitnehmer-Eltern und vor allem die pädagogisch, sozial und zukunfts-verantwortlichen LehrerInnen in unserem Land sind ohnmächtig gegenüber Bildungsminister-Entscheiden?

    Ein Landtag, ein Schloss und Luft-Landebahnen, nicht bezahlbar und dennoch Wettbewerbsplanung?

    Unsere Kinder fallen ins Pisa-Loch?
    Nein, nein, nein, mitnichten alle:

    Im dreigliedrigen Bildungswesen, bleibt unten ewig unten
    und oben ewig oben.

    So ist es gut und so muß es bleiben, Frau Heister-Neumann und Herr Wulf.

    Hannover und die Niedersachsen sollen sich
    mit dem Schützenfest, Lüttje Lagen und Sex,
    die wunderbar einmalige Lebenszeit vertreiben.

    Und weiter in der AWD-Arena, beim Stadt- Maschsee-Fest und Herrenhausen-Theater,
    im Zoo, mit Volks-Marathon und shopping-shopping-shopping.

    Die Volks-Abgeordneten sitzen fest im Parteiensattel,
    traditionell mit Erbrecht, Seilschaft und Vermögen.

    Nur alle vier Jahre beim Wahltheater, auf Mega-Mega- und Standard-Plakat,
    soll sich das Volk auf Augenhöhe angesprochen fühlen.

    Wann schmilzt auch die restliche Hälfte der so umworbenen “Untertanen”,
    die denken-hoffend den Wahlzettel prüfen und bekreuzigen vor links- und rechtsradikal?

    Vor dem Landtag unseren Bürgerwillen zu Gesetzesänderungen zu äußern,
    ist zur Straftat gegen die Demokratie verkommen..
    Besuchen wir Michael Ebeling vor den Landtagsstufen,
    Besuche dort dürfen nicht verboten werden.
    Besuche können nicht verboten werden.

  20. Uwe Müller sagt:

    Wenn Ihr rechtliche Probleme mit dem Roß als Landeswappen bekommt, ein Tipp:
    Entsprechend der Finanzmisere in Niedersachsen gab es mal ein identisches Logo, nur mit dem Unterschied, dass das springende Roß als Pferdegerippe (also wie geröngt) in die Höhe geht. Damit sagt man auch gleich einiges darüber aus, was das Landesroß noch an Fleisch (Geldmittel) hat…keins!

  21. Gisela und Heinz Suckow sagt:

    Zunächst Respekt für die Arbeit der Iniative Bürgerbeteiligung und ein Vorschlag, statt des Rosses ein Kängeru zu verwenden, das auch mit leerem Beutel große Sprünge machen kann. Im Februar hatten wir wie folgt an die HAZ geschrieben (nicht veröffentlicht):
    Was sich um den Abriß und Neubau bzw.Umbau des Landtages abspielt, bekommt langsam skandalöse Züge. Die Abgeordneten folgen in strammer Haltung ihren Oberen ohne eigene Meinung. Die Jury-Entscheidung wird durch falsche Argumente beeinflußt, Einwände von echten Fachleuten werden verworfen, ganz zu schweigen von den in Zuschriften und Umfragen erklärten Volkeswille. Das alles interessiert unsere segenannten Volksvertreter nicht. Nebenallem, was bereits hierzu gesagt wurde, steht seit langem im Raum, die Zahl der Abgeordneten zu reduzieren. Schließlich muß doch überall eingespart werden. Oder was ist mit den Überlegungen, endlich einen Nordstaat zu verwirklichen? Dann stände der Glaskasten leer. Oder glaubt denn irgendjemand, daß dann Hannover Hauptstadt des Nordstaates wid? Das ließe sich Hamburg mit Sicherheit nicht nehmen. Oder will man für Hannover Fakten als mögliche Hauptstadt des Nordstaates schaffen, indem man dann mit einer groß bemessenen Heimstatt für ein Nordstaatparlament werben will?

  22. H.Ulrich sagt:

    Es mag sein, daß der Arbeitsplatz für die Abgeordneten dringend saniert werden muß und sie ein Recht haben, darüber abstimmen zu können. Das darf aber nicht gleichzeitig heißen, daß sie auch über das Äußere des Gebäudes befinden können – das gehört zum Gesicht Hannovers! Darüber sollten alleine Hannoveraner und kompetente Fachleute entscheiden.
    Und warum ist eine Parkgarage unter dem Landtag (Leine gleich nebenan) notwendig? Für ein paar Leute für ein paar Tage im Jahr? Wenige Schritte zur nächsten (reservierten) Parkmöglichkeit sind sicher nicht unzumutbar.

  23. Martin könig sagt:

    Unverschämt Geld auszugeben was nicht da ist. Dann auch noch die Bildungsausgaben kürzen. Wetten dass der kostenvoranschlag falsch ist.
    In Deutschland ist die Belastung der Bürger so hoch wie in keinem anderen Land.
    16 Bundesländer + 16 Verwaltungen + Bundesregierung sind teuer genug.

  24. Peter Baade sagt:

    Es ist kein Geld für Strassenbau Soziales Bildung da.Aber ein Gebäude das gerade 60 Jahre alt ist abzureissen,und für 60-100Millionen neu zu bauen für Abgeordnete die nur dreimal im Monat darin Sitzungen haben ist schon der helle Wahnsinn.Den Denkmalschutz darf man auch nicht vergessen.

  25. w.-H. Garbers sagt:

    Es tut mir leid aber ich habe kein Verständnis dafür , dass man öffentliche Gebäude
    über Jahrzehnte verkommen lässt , um dann den Abriss damit zu begründen . Unsere
    Politiker handeln verantwortungslos , jeder Privat-Bauherr muss für notwendige Reparaturen die er unterlässt selbst gerade stehen nur im öffentlichen Dienst hat dies keine Konsequenzen !!!
    Gerade haben wir von unserem Oberbürgermeister – der auch gerne den neuen Landtag hätte – erfahren , dass die Stadt nicht einmal Geld hat die Winterschäden
    vernünftig zu beseitigen . Die notwendige Erneuerung von öffentlichen Grundleitungen dauert bei derzeitigem Tempo und Finanzeinsatz ca. 25 Jahre (Hochrechnung der HAZ) . Was hat unsere Politiker nur getreten , dass angesichts solcher Missstände
    das Thema Neubau überhaupt noch auf der Tagesordnung steht !???
    Leider gibt es keine wählbare politische Alternative , die keine Klientelpolitik betreibt ,
    so dass der Wähler seine Meinung nur durch “Nichtwahl” ausdrücken kann ! Ernst
    genommen werden wir Wähler doch bei o..g Thema auf keinen Fall .

  26. Pfläging sagt:

    Wir sind gegen den Abriss des Oesterlen-Baus und plädieren für maßvolle Renovierungsmaßnahmen!
    Isa-Maria und Bodo Pfläging

  27. Wilhelm Bernhold sagt:

    Unser Einfamilienhaus ist auch 60 Jahre alt. Im Gegensatz zur Landtagsverwaltung haben wir unser Haus immer rechtzeitig renoviert und auf den neuesten Stand (Heizung, Fenster, Wäremedemmung usw.) gebracht- Einen Abriss und Neubau können wir uns finanziell nicht leisten und wollen wir auch nicht.
    Der Landtag kann mit unseren Steuergeldern nich machen was er will. Das wird sich bei der nächsten Wahl auswirken.
    Maria und Wilhelm Bernhold

  28. Julius sagt:

    Der Beschluss zum Abriss des Landtags ist ein Skandal!

    Die Fachschaft Architektur der Universität Hannover unterstützt die Initiative – ein großes Lob für die Anstrengungen, die bisher unternommen wurden und die noch folgen müssen!
    Auf unserer Homepage werden wir weiterhin berichten und aufklären.

  29. Manfred Korte sagt:

    Zum “Tag der offenen Tür” habe ich einige Stunden im Landtag verbracht. Ich hatte keine Beklemmungen, keine Atemnot, keine Schweißausbrüche. Die hätte ich wohl bekommen, wenn ich an mancher der in der HAZ beschriebenen Sitzungen teilgenommen hätte.
    Die sollen dort ein paar Maler und Klempner reinschicken und das Notwendige richten lassen. Für mehr ist nämlich kein Geld da. Ein Bürger nimmt an seinem Haus ständig die notwendigen Erhaltungsmaßnahmen vor, weil er es sich nicht leisten kann, seine Hütte abzureißen. Ebenso ist der Staat zu ordentlicher Haushaltsführung und Werterhaltung verpflichtet. Da diese Sorgfallt fehlte, müsste auch so manche Schule abgerissen werden, und zwar vor dem Landtag.
    Wenn der Platz für die vielen Akten nicht reicht, muss halt die Anzahl der Abgeordneten reduziert werden, sagen wir auf 80 + Überhangmandate. Schon ist für alle reichlich Platz.

  30. L. Hansen sagt:

    Es gibt eine Menge Argumente gegen den Neubau. Diese reichen vom fragwürdigen Umgang mit dem Denkmalschutz seitens der Politik über die Notwendigkeit eines Abrisses bei dargestellten Alternativen bis zu wichtigen Frage, warum wir uns so etwas leisten wollen wenn wir es schlicht nicht können! Die Kassen sind leer, es wird schmerzhaft gespart an allen Ecken und Enden und das ist gut so, auch wenn es weh tut. Da ist diese Investition höchst fragwürdig. Letztlich kann man auch über die GEstaltung streiten, die pompös und durchschnittlich wirkt, allemals aber überflüssig.

    Was ich aber nicht verstehe ist die Motivation der vielen Politiker die trotzdem für den Neubau gestimmt haben! Darunter viele junge Politiker die eigentlich sehr sensibel mit der Verwendung der Mittel umgehen, schließlich müssen sie diese später mit zurückzahlen. In der ZEitung waren ja einige zitiert. Bis heute habe ich aber keine nachvollziehbaren Argumente gehört, warum der Landtag abzureißen wäre! Dies würde die Diskussion versachlichen. erneut versteht man als Bürger die Politik nicht und die Verdrossenheit nimmt erneut, zumindest in der Landeshauptstadt deutlich zu. Das können wir uns schon gar nicht leisten!

  31. Meerjungfrau sagt:

    Das “Beruhigende” an der Causa ist, daß die Politiker in Deutschland mit Steuergeldern und dem Denkmalschutz genauso schamlos umgehen wie bei uns in Österreich & sich aber auf der anderen Seite wundern, warum die Politikverdrossenheit innerhalb der Bevölkerung immer mehr zunimmt. Ich hoffe sehr, daß Ihre Initiative zum Erhalt des Oesterlein-Baus Erfolg hat & wünsche Ihnen dafür alles alles Gute! Ach ja, mir fällt da noch ein Musterbeispiel ein: der Stuttgarter Bahnhof, der ja um einen Milliardenbetrag umgebaut werden soll (& meinen Infos nach auch wird).

  32. frerichs sagt:

    ich bin architekt und ehemaliger niedersachse. vielleicht mag es ja notwendig sein, den landtag zu erneuern, zu sanieren oder was auch immer; aber ihn für eine schlechte kopie eines griechischen tempels zu opfern, halte ich nicht für sehr sensibel, zumal nicht im hinblick auf den denkmalschutz und die kosten. nicht alles, was aus den fünfzigern und sechzigern kommt, ist schlecht, und der landtag ist doch ein besonders kraftvolles beispiel dafür. ich glaube doch auch gehört zu haben, daß es anfang des jahrtausends vorschläge für eine denkmalgerechte erneuerung des gebäudes gab?

  33. Gudrun Escher sagt:

    Nach der gestrigen Entscheidung des Stadtrates in Köln für Erhalt und Sanierung des Schauspielhauses von Riphahn sollte es auch anderswo Rückenwind geben für ein Umdenken! Unsere Identität als Bundesburger sollte nicht ausschließlich durch Schloss-Rekonstruktionen definiert werden, in Berlin, Potsdam, Braunschweig und anderswo, geschweige denn durch historisierende Architektur-Falsifikate. Die Bundesrepublik hat eine eigene bauliche Vergangenheit vor allem in ihren Bauten für die junge Demokratie. Dazu gehört auch die Beethovenhalle in Bonn – und insbesondere der Landtag in Hannover! Ich unterstütze, selbst Bürgerin von NRW, die Petition ausdrücklich.

  34. F. Retzlaff sagt:

    In erster Linie würde ich erwarten, dass sich besonders Politiker und Abgeordnete an die Gesetze halten. Wenn das nicht einmal dort eingehalten wird, wo dann sonst??
    Da jeder Bürger ein denkmalgeschütztes Gebäude erhalten muss, ist eine Abstimmung für einen Abriss an sich schon völlig unverständlich.
    Dass Bürger und Vereinigungen gegen so einen Beschluss auch nicht einmal klagen dürfen, kann ich nun garnicht verstehen. Wie sollen Gesetze denn ihre Wirkung behalten?
    Es ist schon recht selbstherrlich und grenzt an Selbstbedienung, wenn die Nutznießer einer Maßnahme in dieser Form über die Verwendung von Steuergelder entscheiden, und das in einer Zeit, wo es an allen Ecken und Kanten fehlt.
    F. Retzlaff

  35. Christian Sommerfeldt sagt:

    Das geänderte Logo der Initiative zeigt deutlich, dass die Niedersachsen in eine andere Richtung springen als ihre Parlamentarier !
    Ich hoffe der Aktion ähnlichen Erfolg wie z.B. in Sydney, wo kürzlich das “Queen Victoria Building” und einige Jahre zuvor die “Rocks”-Sraßen gerettet werden mussten.

  36. mariluise thiele sagt:

    Seit Beginn dieser Diskussion fragte ich mich, welche wahren Gründe zwei Drittel der Landespolitiker bewegen, den Abriss so zügig wie es nur irgend geht, gegen das Gebot der Wirtschaftlichkeit, dem des Denkmalschutzes und dem inzwischen massivem Bürgerprotest , durchführen zu wollen. Könnte es sein, dass im Zuge der Tiefgarage ein schnell erreichbarer, atombombensicherer Bunker gleich mitgebaut wird ??? Weil sich erst dieser Landtagsneubau mit dann hohem Sicherungsstandard ,den politischen Plänen die Herrn Wulf, Herrn v+z Guttenberg und Frau Merkel bekannt sein dürften, einfügen.* So nur kann ich mir die unverständliche Eile , den Schlossneubau Herrenhausen und den geplanten Neubau des Landtages erklären: Als künftige Herrschaftszentren hoch über und fern vom Bürgerwillen .
    * focus finanzen: das Guttenberg Dossier

  37. Marvin Mayer sagt:

    Hallo an alle vernünftigen Menschen.

    Also erstmal großes Lob für das Anstoßen der Aktion.
    Ich mache kräftig mit.

    Für alle als Anregung:
    Die Bürger von Heidelberg kämpfen mit einem nahezu identischen Problem, nur auf kommunaler Ebene. Wen es interessiert, der kann die website anklicken.
    SCHÖN WEITERKÄMPFEN !!

  38. Marvin Mayer sagt:

    Die website der Heidelberger Bürger lautet:

    http://www.biest-hd.de

    Marvin

  39. Bernd Berke sagt:

    Gute und wichtige Aktion! Vielleicht sollte auch eine Unterstützer-Gruppe bei facebook eröffnet werden. Das hat im Falle Köln (Schauspielhaus) zum Erfolg beigetragen.

    Ermunternde Grüße aus Dortmund

    Bernd Berke

  40. Ich bin neu in diesem Thema, könntet ihr mir das genauer erklären?

  41. Dr. Wolfgang M. Müller sagt:

    Ich halte den Abriß dieses für die Architektur maßgeblichen Gebäudes für absolut unsinnig, weil es Hannover um ein bedeutendes Bauwerik beraubt. Die behutsame Sanierung würde mehr sinnvolle Aktivität beweisen, als nunmehr mit neuen Steuermillionen ein Gebäude zu errichten, dessen Erstellungskosten nicht einschätzbar sind, siehe Elbphilharmonie.

  42. Bernd Koch sagt:

    Ich werde jeden MdL, der für den Abriss gestimmt hat, mit einer recht launigen Email “beglücken”, die u.a. folgende Textpassage enthält:
    “Die Debatte um den Landtagsneubau wird im übrigen jeden Tag absurder, wenn man bedenkt, dass der nds. und der Berliner Finanzminister geheimnisvoll von Sparrunden schwadronieren, über die die Öffentlichkeit aber erst kurz nach Schließung der Wahllokale in NRW erfahren wird. … Bevor bei uns irgendwelche Gebäude einstürzen und in den Kommunen der Leistungsabbau z.B. zu Ungunsten unserer Kinder weiter betrieben wird, sollten wir lieber einmal für politisch andere Verhältnisse sorgen und die allergrößten Spinner im nächsten Durchgang aus dem Landtag hinauswählen und zwar ohne Ansehen der Person oder der Zugehörigkeit zur einen oder anderen Partei!! Das sollten wir den Parteien und den betreffenden Abgeordneten auch so klar und deutlich sagen.” Die Liste der Befürworter ist für mich eine “Schwarze Liste” und bedeutet “Nicht wählen”. Öffentlichkeit herstellen!

    • juergenj sagt:

      Hallo Herr Koch,
      das ist genau das richtige, die Tempelritter müssen an ihren Unsinn erinnern werden bis zu r nächsten Wahl und noch länger.
      Dafür ist die entsprechende Aufstellung da!
      Ihr J Junghänel

  43. Manfred Korte sagt:

    Die erste Strafmaßnahme wäre ja, in allen deutschen Parlamenten die Sitze auszubauen. Ich musste früher auch immer stehen, wenn ich mich schlecht benommen hatte.
    Die Plenatsitzungen würden kürzer, und die Abgeordneten hätten nicht so viel Muße, ihren
    irrealen Fantasien freien Lauf zu lassen.

  44. Rettet die hannoveranische Nachkriegsarchitektur! Man bräuchte Gestaltungsnachhilfe für die Entscheidungsträger. Für einen maßvollen Umbau des Bestands! Vielen Dank an die Organisatoren der Bürgerbeteiligung. Weiter so!

  45. Tarek M. sagt:

    Ich finde es überaus schade, dass der Protest gegen den geplanten Abriss des Plenarsaales scheinbar mal wieder ein sehr kurzfristiger “Modeprotest” war/ist. Wie sich hier eindeutig zeigt, ist es doch recht still geworden. Es gibt keine Aktionen mehr und die Homepage hier ist im Aufbau stehengeblieben und noch nicht einmal vollendet worden. Man täte besser daran, sie einfach zu löschen, als dieses Armutszeugnis auch noch jedermann im Internet zu präsentieren.
    Ich sehe schon die Schlagzeilen der Empörung, wenn die Abrissbirnen die ersten Mauern des Plenarsaales niederreißen. Dann wird es heißen: Warum wurde nichts getan. JETZT ist noch die Gelegenheit dazu, aber es scheint ja keinen mehr zu interessieren.
    Das Beispiel des Widerstandes der Stuttgarter gegen das “Projekt 21″, das ebenso wie der geplante Plenarsaal ein Millionengrab ist, sollte uns zum einen beschleunigen zu handeln, denn genau hier wird immer wieder das Argument gebracht, man hätte lange genug über die Pläne bescheid gewusst. Zum anderen sollte es uns überhaupt anspornen, dass Protest wachsen kann und durchaus etwas bewegen kann. Scheinbar ist es in Niedersachsen mit Protest nicht weit her.
    Wir verloren in der Nachrkiegszeit Gebäude wie die Flusswasserkunst. Nun ist der Plenarsaal dran. Schande über uns….

  46. Daniel Paulmann sagt:

    Hiho erstmal ich bin Praktikant hier im Landtag und habe mich 14 tage lang mit dem Thema Landtagsabsiss Auseinander gesetzt. Natürlich muss der Plenarsaal dringed erneuert werden. Allein schon die Tatsache, das er nicht behindertengerecht ist muss umbedingt geändert werden. Allerdings rechtfertigt das keineswegs einen Abriss. Meiner Meinung nach sollte man allein aus Respek zu Dieter Oesterlens Arbeit rücksicht auf die Bausubstanz des Gebäudes nehmen. Nur das nötigste sollte erneuert werden so könnte man auch geld für wichtigere Projekte wie ein verbessertes Schulsysthem sparen. Die schwarz gelben haben angemerkt das der Plenarsaal den Eindruck eines Bunkers vermitteln würde und wollen ihn nun durch ein Gla?gebäude ersetzen. Aber ernsthaft Leute ein riesiger Glaßtempel sticht in einem altehwürdigem Gebäude wie dem Leineschloss mitten in der Altstadt doch genau so ins Auge wie ein Asylant auf dem NPD Parteitag! Ich bin ratlos…die Landesregierung verschließt sich jeglicher Vernunft und die meinung der Bürgerinnen und Bürger sind ihr offenbar auch egal. Irre ich mich oder bedeutet Demos Kratos nicht eigentlich das VOLK regiert? Wie auch immer ich fühle mich sehr stark an die Kaiserzeit erinnert….

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